~ Yogaformen ~

 

Spirit-Yoga

Ist die Auseinandersetzung der Tradition des Yoga auf lebensnahe, freigeistige und lebendige Art.

Es nimmt jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit wahr, in der Summe seiner ganz eigenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Ressourcen.

In einem sehr achtsamen und liebevollen Unterricht können die SchülerInnen ein eigenes tiefes inneres Verstehen, eine Bewusstheit und Achtsamkeit für ihre eigene Einzigartigkeit, ihre persönlichen Grenzen und Herausforderungen entwickeln.

In den Stunden ist es uns wichtig, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, um einen liebevollen Kontakt mit seinem inneren Wesen herzustellen und um achtsam und respektvoll mit sich selbst umzugehen und die Einladung zu verstehen.


Vini-Yoga

Vini Yoga ist eine praktische Anwendung von Yoga in einer besonderen Form und stellt den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Es ist eine traditionelle Bezeichnung für die Kunst, Yogaübungen individuell den körperlichen Voraussetzungen und Erfordernissen der augenblicklichen Situation entsprechend auszurichten. Der Aspekt des Vini Yogas bedeutet, das Variieren und Anpassen des Yoga an den einzelnen Menschen. Grund: Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch liebt eine andere Yogastellung in seiner Form. Die Individualität des Einzelnen steht dadurch im Vordergrund. Vini Yoga wird immer dynamisch mit dem Atem geübt. Die Länge und Feinheit des Atems regulieren den körperlichen Einsatz, so dass Asanas immer angenehm und bequem sind. Im Unterricht werden Sequenzen angeboten, die in sich ausgeglichen sind und ein Weiterüben zu Hause ermöglichen.

Bei Vini Yoga geht es nicht darum, Yoga in einer festgelegten Form zu unterrichten, sondern die Menschen eher in ihrer körperlichen, psychischen und intellektuellen Art zu berücksichtigen. Die Konzepte von Vini-Yoga prägen den Bereich der Körper und Atemübungen sowie Entspannungsmodelle.

Vini Yoga bedeutet somit:
  • die individuelle Möglichkeit einer Person zu berücksichtigen und auf gesundes und effektives Üben zu achten
  • Eigene Erfahrungen und Ansprüche des/der Übenden in den Mittelpunkt zu stellen
  • Es werden keine Glaubenssätze gelehrt
  • Es wird der Übende nicht in eine Form gepresst, sondern eine Tür geöffnet, damit der Mensch seinen eigenen Weg findet
  • Der Atem spielt eine grosse Rolle und wird bei den Asanas und einzelen Übungen sehr ernst genommen und immer miteinbezogen
  • Die Vermittlung des Vini-Yoga wird durch eine/n Yogalehrer/in möglich gemacht
Vini Yoga ist ein Weg zu mehr Gesundheit, Gelassenheit und inneren Frieden und hat seine spirituellen Wurzeln im Pantajali. Es entstammt der Tradition TKV Desikachars und seinem Vater und langjähriger Lehrer Pro T Krishanamacharya und ist seit den 60iger Jahren bekannt.


Hormon-Yoga

Frauen durchlaufen aufgrund der weiblichen Genetik im Sinne der Fortpflanzungsfähigkeit einen Wechsel von hormonellen Zyklen. Die Veränderungen des Hormonspiegels beeinflussen unsere Stimmungen, unser Wohlbefinden und unsere gesundheitliche Konstitution. Hormon-Yoga ist ein von Dinah Rodrigues erweitertes Hatha-Yoga. Die speziell entwickelten Übungen nehmen einen positiven Einfluss auf das weibliche Hormonsystem, die unangenehmen Begleiterscheinungen von Menstruation und im Besonderen des Klimakteriums (Wechseljahre). Unser Körper und unser Gemüt werden durch diese Übungsreihen auf natürliche Weise vielfach angeregt.

Wirkung auf den Körper

  • Kräftigung der Muskulatur
  • Verbesserung von Haltungsstörungen
  • Erweiterung der Bewegungsfreiheit
  • Körpermodellierung

Wirkung auf endokrinologischer bzw. hormoneller Ebene

  • Aktivierung der Hormonerzeugung
  • Verringerung von Hormonwechselstörungen
  • Vorbeugung gegen Krankheiten, die durch einen unausgeglichenen Hormonhaushalt hervorgerufen werden
  • Verknüpfung von verschiedenen Funktionen des gesamten Organismus

Wirkung auf psychischer Ebene

  • Auflösung von Körperstress
  • Verringerung von depressiven Zuständen
  • Wiederherstellung eines gesunden Schlafes

Wirkung auf energetischer Ebene

  • Aktivierung und Ausgleichen von individuellen Energien (Chakrabalancing)
  • Verbesserung von Aufnahme und Verteilung der Lebensenergie (Pranaarbeit)
  • Revitalisierung der energetischen Organe, besonders jener, die für die Hormonerzeugung wichtig sind
  • Steigerung der Vitalität und des Wohlbefindens
Empfohlen wird, ab einem Alter von 30 Jahren mit Hormon ausgleichenden bzw. aufbauenden Übungen zu beginnen.

Dinah Rodrigues kommt von 16.5. bis 18.5.2008 nach Wien. Genaue Daten finden Sie auf ihrer Homepage www.dinahrodrigues.com.br


Kinder-Yoga

Aus der Beobachtung der Natur, der Pflanzen und Tiere, hat sich der Hatha-Yoga in Indien entwickelt. So finden wir sehr viele Übungen mit phantasieanregenden Namen wie den Löwen, den Berg, das Krokodil, das Kuhmaul und die Schildkröte. Der Ursprung des Hatha-Yoga ist also der kindlichen Wahrnehmung sehr nah und ähnlich, denn auch Kinder wollen das, was sie um sich herum sehen nachahmen. Durch das bewusste Tun können sie sich so ganz anders erleben. Das schwache Kind empfindet sich tatsächlich im Üben als starker Löwe, das labile Kind ist ein mächtiger Berg. Durch die Atemübungen werden innere Spannungen abgebaut und dadurch, dass wir im Yoga nicht in jeder Einheit etwas völlig Neues einführen, sondern Bekanntes wiederholen und durch andere Übungen ergänzen, erkennt ein lernschwaches Kind seine Fähigkeit und (vielleicht) auch seine Art zu lernen: so wie es uns allen am leichtesten fällt, weil wir es schon als Säugling getan haben: durch Be-greifen, um so unsere Umwelt und uns darin zu er-leben.

Was können Kinder durch die Yoga-Praxis erreichen

Auf der körperlichen Ebene verbessert sich die Motorik, das Körpergefühl und die Körperwahrnehmung. Das macht Yoga attraktiv für die steigende Zahl motorisch auffälliger und "zurückgebliebener" Kinder. Die Entwicklung hin zu einer immer differenzierteren Motorik ist wichtiger Teil der Hirnentwicklung des Menschen. Bewegungsmuster, die frühzeitig erlernt und verinnerlicht werden, bilden die Grundlage für das spätere logisch-abstrakte Denken. Zwar können (früh-)kindliche Defizite später ausgeglichen werden, aber nur mit einem deutlich grösseren Aufwand. Von den Eltern am meisten erwünscht, verbessert die Yoga-Praxis die Fähigkeit zur Konzentration, schult die allgemeine sinnliche Wahrnehmung und führt dadurch u.a. zu einer besseren Lernfähigkeit.

Die Beachtung der Yamas und Niyamas (Regeln zum freundlich-konstruktiven Umgang mit sich und seiner Umwelt) im Kinderyoga kann des weiteren zu einer erstaunlichen Verbesserung im sozialen Umgang führen. In dokumentierten Einzelfällen konnte auch ein deutlicher Anstieg des Selbstbewusstseins und der Selbstsicherheit festgestellt werden. Bei Migräne-anfälligen Kindern konnten die Stärke der Anfälle deutlich gesenkt werden - teilweise bis zum völligen Ausbleiben. Der Umgang mit Neurodermitis und Allergien kann hilfreich unterstützt werden.

Dies vor allem durch das Erlernen der Entspannung, die ja im Yoga nicht isoliert gelehrt und geübt wird. Vielmehr erfahren die Kinder Entspannung im Kontext von Anspannung, als Gegenstück dazu, als etwas, was zusammengehört. Durch das Prinzip von Anspannung-Entspannung erschliesst sich den Kindern ein universelles Mittel zum "Abschalten" bzw. zum "Umschalten". Sie können so lernen, ihre Befindlichkeit selbst zu steuern. Und die Technik zur Entspannung muss gelernt werden. Dann jedoch wird sie - wie Schwimmen und Radfahren - nicht mehr verlernt.


© Eva Mauser 2007